www.lex-icon.eu  

  Franz Ulffers

Handbuch der Seemannschaft

 
§ 1
Das vorliegende Werk, welches dem Seemann und ins Besondere dem See-Offizier der deutschen Kriegs-Marine die Kenntnis des ganzen praktischen Seewesens in Form eines Handbuches gewähren soll, geht von der Idee aus, dass das Schiff in die Hände des Seemanns übergeht, sobald es vom Stapel gelaufen ist.
Die Bauperiode und der Stapellauf ressortiren nicht speciell vom Seemann, ebensowenig wie spätere grössere Reparaturen, Dokken, Kielholen etc., sondern vielmehr von der Werft und ihren Beamten. Das Werk folgt alsdann dem Schiffe, so zu sagen von Kindesbeinen an durch alle Fährlichkeiten hindurch, indem es dem Seemann zeigt, wie er dasselbe zunächst zur Reise rüsten, und dann mit ihm auch selbst über See zu gehen hat. Unmöglich ist es allerdings dem Verfasser gewesen, alle vorhandenen Möglichkeiten vorherzusehen, da dieselben so verschiedenartiger Natur sind, dass wohl kein Seemann existiren dürfte, der sich rühmen könnte, alle derartigen Eventualitäten durchgemacht zu haben. Es kann daher das Werk nur einen Anhalt gewähren, um sich weiter auszubilden und auf dieser Basis den einzelnen speziell vorliegenden Vorfall beurtheilen zu können.
Was nun diese Beurtheilung aber anbetrifft, so sind im Seefache, ebenso wie in jedem anderen Fache, die mannigfaltigsten Ansichten vorherrschend und hat der Verfasser versucht, soviel ihm möglich, diese sämmtlich ins Auge zu fassen, und die Licht- und Schattenseiten einer jeden hervorzuheben, ohne sich selbst im Allgemeinen ein bestimmtes Urtheil anmassen zu wollen, da ja eine jede Ansicht ihre Berechtigung in sich trägt.

. . .
. . .
  nach der Ausgabe von E.S. Mittler & Sohn, Berlin 1872
 
Format kB Seiten Abbildungen
pdf ca. 15 MB ca. 500 118 25,00
 
©2011 ultramarin